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Der 1. Tag

Neugierig und mit etwas Aufregung im Bauch startete ich heute in meinen 1. Tag in der neuen Abteilung.

Sehr sympathisch fand ich die Tatsache, dass das halbe Büro noch unbesetzt war, da man noch die Nachwehen vom Weiberfasching ausschlief oder einfach nie vor 10h die Firma betritt.

Ausführlich und äußerst nett sowie geduldig wurde ich in die Geheimnisse der Visabearbeitung eingeführt - inklusive schauriger Ausweisungsgeschichten von Nichtinhabern.

Kurzum:
Mein Nicölsche und meinen Abteilungsleiter hätte ich gerne mitgenommen, ansonsten gibt's noch nichts zu meckern

Und in der Kantine gab's heute wieder lecker Salat, Gemüse-Frischkäse-Wrap und Gemüse in Curry-Kokosmilch-Soße, äußerst mundend!!
1.2.08 20:49


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Jaja, das Alter....

Dass 10 Jahre selbst an mir nicht spurlos vorübergehen, durfte ich am Wochenende feststellen - nicht, dass ich das nicht auch so schon wusste, aber man will's ja nicht wahrhaben.

10 Jahre - so lange ist es her, dass unser geliebtes Wohnheim beziehbar wurde - und wir es als unser neues Heim besiedelten.
Das musste gefeiert werden!! - und zwar heftig!

Es war herrlich!

Der Alkohol floss in Strömen, die Tanzfläche war selten leer - und man kam aus den Umarmungen mit den "alten" Nasen nicht mehr raus.

Und es wurde lang.... sehr lang....

Dennoch waren wir in der Lage, nach gerade mal 4 Stunden Schlaf (inklusive Weckalarm durch einen als Cowboy verkleideten Jungen im Vorschulalter!) ein Weißwurstfrühstück zu vertilgen, den Faschingsumzug mitsamt erfolgreicher Kamellenjagd zu überstehen, die neue Wohnung eines Freundes zu begutachten, Döner/Falafel zu genießen, noch 1,5 Stunden zurück in unsere Wohnung zu fahren, einen gemütlichen Filmeabend im Bett zu machen und etwas zu kuscheln .
Und das in meinem Alter!!

Achja - und (erfolgreich!!) Shoppen waren wir am Samstag auch noch, einen Freund und dessen Raggies besuchen, Kaffee trinken, sowie Abendessen bei unseren Übernachtungsgastgebern.

Aber das war es wert - sogar mehr als das - alleine all die Freunde von damals wieder zu sehen, die Neuigkeiten auszutauschen, die ersten Babies zu bewundern und die gute alte Musik mit den guten alten Leuten zu genießen....

"Heute sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in 10 Jahren zurücksehnen werden" - nach diesem Spruch haben wir am Samstag gefeiert - und die gute alte Zeit hatte uns wieder
5.2.08 20:44


Fernweh....

Wenn ich das so sehe, wird's mal wieder Zeit für neue Ziele
7.2.08 23:09


"Bitte freimachen!"

.... hieß es heute bei meiner allwöchentlichen Physiotherapie.
Öfter mal was Neues, dachte ich mir, und griff an meinen BH-Verschluss, worauf mein KG sofort (fast schon erschrocken) entgegnete: "nur die Hose bitte! Bei uns bleibt die Unterwäsche immer an, wenn wir "freimachen" sagen...!".
Der weiß ja gar nicht, was er da verpasst!
(....und als Kind der 70er sollte eigentlich klar sein, was ich unter "freimachen" verstehe....! Naja, egal )

Nunja, halt nur die Hose....

Von den Socken wurde ich natürlich auch wieder befreit - nach guter alter Tradition.

Und diesmal gab's sogar Hausaufgaben, juchhee!
Nachdem mein Kollege bis Sonntag noch in St. Petersburg weilen wird, kann ich die dann auch ungestört in meinem Büro praktizieren.

Das Kantinenessen wurde heute mal wieder von allen neugierig bis skeptisch untersucht - es gab Gemüsegratin mit scheinbar allem, was die bereits vergangenen Tage der Woche so hergegeben haben.
14.2.08 20:51


Friends

"I'll be there for you" - Rembrandts Titelsong von Friends lief passend auf der Heimfahrt von einem erfüllten Partywochenende zu meinem geliebten Elternhaus - und machte mir einmal wieder klar, was für tolle Freunde ich eigentlich habe. Danke!
17.2.08 20:25


Führerschein

Was man nicht so alles macht, wenn man krank ist, daheim bleiben muss und nicht mehr liegen kann: Einen Führerscheintest im Internet!
Nachdem mein Hirn gestern nicht - wie ich dachte - geplatzt war, gönne ich mir gerade ein Stündchen am Rechner. Ich finde, das habe ich mir auch verdient (nach 3 Litern heißem Tee).

Was die Führerscheinschüler mittlerweile alles lernen, ist schon erstaunlich. Unter anderem stieß ich auf folgende Frage:

Ihr Kraftfahrzeug verliert etwas Öl. Wie viel Trinkwasser kann bereits durch einen Tropfen Öl ungenießbar werden?
Bis zu

1 Liter
600 Liter
50 Liter



??


Oder auch diese beiden hier (war mir auch völlig neu - also die Frage, nicht die Antwort ):

Sie sind mit einem Reifen heftig gegen ein hartes Hindernis gefahren. Was müssen Sie tun?
Reifen und Felge umgehend überprüfen lassen
Die Radschrauben nachziehen



Woran kann es liegen, wenn die Hupe nicht funktioniert?

Sicherung durchgebrannt
Anlasser defekt
Betätigungseinrichtung der Hupe defekt



Und auch rechtliche Fragen gab's bei uns noch nicht:

Aufgrund mehrerer Verstöße innerhalb der Probezeit hat die Behörde die Teilnahme an einem Aufbauseminar angeordnet. Der Fahranfänger kommt dieser Anordnung nicht nach. Womit muss er jetzt rechnen?

Mit einem Bußgeldbescheid wegen der Nichtteilnahme
Mit dem Entzug der Fahrerlaubnis



Wieder was gelernt....!
(und nun gehe ich auch wieder brav offline)
21.2.08 17:53


Hauptstädte die Vierte

Nach Luxembourg war eine Steigerung fällig - also ging's am Wochenende in die europäische Hauptstadt - nach Brüssel, Brussels, Bruxelles.

Viva la Multinationalität!

An die Zwei- bis Fünfsprachigkeit der Stadt gewöhnten wir uns so schnell (auch wenn wir kaum etwas verstanden), dass wir zurück in Frankfurt fast ein bisschen enttäuscht waren, alle U-Bahnansagen nur noch auf deutsch zu hören und alle Ausschilderungen zu lesen bekamen.

Aber fangen wir vorne an.

Freitag Nachmittag ging's mit angekratzten Bronchien in den ICE, der uns mit teilweise 300km/h (hach, war das wieder aufregend!) über Köln, Aachen und Liége/Lüttich nach Brüssel brachte.

In Brüssel trennten sich unsere Wege erst einmal unbeabsichtigt in der U-Bahn. Diese schloss gerade ihre Türen, mein Männeken hüpfte hinein, ich stand draußen und blickte der sich entfernenden Bahn nur verdutzt hinterher.
Also hieß es warten auf die nächste und hoffen, dass ich meine bessere Hälfte an der nächsten Station auch wieder traf.
Glücklicherweise hatten wir jeder ein Ticket ziehen müssen (SA und SO kann man mit dem Tagesticket nämlich zu zweit fahren).
Nachdem die mich umgebenden Menschen (aller Hautfarbe - seltenes schönes Gefühl) einen unkriminellen Eindruck auf mich machten, tat ich so, als würde ich dazu gehören und genoss den Augenblick - man wächst ja schließlich an seinen Aufgaben!

Nach einer engen Fahrt im Stadtbus und kurzem Irrweg durch Ixelles fanden wir unser B&B, in dem wir es uns auf ca. 40 qm für 2 Nächte gemütlich machen. Dies fiel auch nicht schwer bei einem Appartement mit Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad und Kitchenette im Eingangsbereich - alles toll eingerichtet in einer gekonnten Kombination aus Alt (altes typisches Ixelles-Stadthaus) und Neu (IKEA!!).

Die erste Nacht schliefen wir tief und fest (wir mussten am Abend ja erstmal die Innenstadt erkunden - inklusive dem FOSDEM Beer Event im Delirium Café ) und wie immer viel zu kurz, denn ein anstrengender Samstag stand auf dem Programm:
FOSDEM ab 10h bis etwa 16h und danach noch ab in die Innenstadt.
Zuvor hieß es jedoch nochmal stärken und kurz erholen im B&B, denn die Nasennebenhöhlen hatten sich entschieden, sich zu entzünden - und da half nur noch das gute alte Nasenspray und was gegen die Koppschmerzen.

Frisch gedopt ging's also in die Innenstadt, durch die verrückte Rue de Bouchers, in der es von Meeresfrüchten und aufdringlichen Kellnern nur so wimmelt - all das jedoch von der tollen Stimmung und dem Ambiente wieder gut gemacht wird.

Nach Manneken Pis (unglaublich klein und unscheinbar, der Kerl), ner Portion Pommes aufm Grand Place/Grote Markt und dem Schlendern durch die Gassen der Innenstadt fielen wir auch in dieser Nacht - natürlich wieder nach gutem belgischen Bier (in Kombination mit den Paracetamol genial!) komplett erledigt ins Bett.

Am Sonntag war dann Sightseeing pur angesagt:
Nach einem etwas späteren Frühstück (man ist halt keine 20 mehr....) hieß es auf zum Atem! ähm Atomium in den Norden der Stadt, das wir nach einer Odyssee quer durch die Stadt auch gegen Mittag erreichten.
Für 9 EUR erklommen wir 6 der 9 Kugeln - ein sehr interessantes Erlebnis, trotz des langen Wartens vor dem Fahrstuhl, mit dem man in die oberste Kugel gelangt.

Nach dem Atomium schlenderten wir noch durch den Parc de Bruxelles, vorbei an der Kathedrale zum Comicmuseum, mit einer letzten Brüsseler Pommes-Tüte bewaffnet nochmal auf den Grand Place, um uns dann auch schon wieder auf den Weg zum B&B zu machen, da wir um 18h unseren Zug gen Heimat erreichen mussten.

Trotz größter Bedenken wegen Baustellen, vollgestopften Bussen und dadurch resultierenden Verspätungen erwischten wir den Zug und fuhren (glücklicherweise diesmal in Fahrtrichtung sitzend) erledigt nach Hause.


Mein Resümee zu Brüssel:
Brüssel ist eine sehr interessante bunte und architektonisch äußerst reizvolle Stadt. Ältere nutzlose Gebäude scheinen jedoch ihrem Schicksal überlassen zu werden, denn immer wieder stieß man auf komplett heruntergekommene Häuser, die verlassen, leer und mit fehlenden Fensterscheiben einen vergessenen Eindruck machen.
Das Kunterbunt der Stadt, besonders der Bewohner, habe ich in noch keiner anderen Stadt erlebt - wenn, dann höchstens noch in San Francisco oder auf Key West. Einfach herrlich!
Und das Bier - starkes für die Männer, welches mit Fruchtaromen für die Mädels, wie's sich gehört! Und dann alles auch noch aus so schönen Gläsern....!

Eigentlich hat uns bei dem Trip nur eines gefehlt: Unser französisch sprechender Tour Guide Michl

Fazit:
Brüssel muss man sich mal angeschaut haben - vielleicht sollte man sich dafür nicht nur 2 halbe, sondern mind. 2 ganze Tage nehmen - und sich trauen, französisch zu sprechen, denn die Brüsseler versuchen, einen zu verstehen - ein sehr netter Wesenszug, den sich andere französischsprechende Regionen mal abschauen könnten!
25.2.08 23:31


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